Fretboard hilft Gitarristen beim Finden, Erkennen und Vergleichen von Akkorden und Griffvarianten direkt auf dem virtuellen Griffbrett.
Jeder, der ein Saiteninstrument spielt, kennt das Problem: Wie spielt man noch einmal ein C♯? Wie hieß dieser Griff? Welche Variationen gibt es davon? Ich bin Gitarrist und habe das Problem, dass die verfügbaren Noten meist nicht besonders gut durchdacht sind.
Jeder, der ein Saiteninstrument spielt, kennt das Problem: Wie spielt man noch einmal ein C♯? Wie hieß dieser Griff? Welche Variationen gibt es davon? Ich bin Gitarrist und habe das Problem, dass die verfügbaren Noten meist nicht besonders gut durchdacht sind.
Sie sind meist nicht falsch, doch aufgrund mangelnder Nacharbeit schwer zu spielen und anfällig für Fehler. Für Gitarristen gilt im Grunde dasselbe wie für den Arbeitsspeicher eines Computers: Informationen lassen sich leichter verarbeiten, wenn sie räumlich und zeitlich nah beieinander liegen.
- Liegt die Hand erst einmal an einem Gitarrenbund, sollte sie nicht zum nächsten Takt auf weit entfernte Bünde verschoben werden. Zwischen zwei Takten sollten sich die Finger auf dem Griffbrett nicht stark bewegen.
- Ist eine Note gegriffen und sind die Finger über den Bünden verteilt, sollte die nächste Note nicht erfordern, alle Fingerpositionen zu ändern.
Kommt beides zusammen, ist es für den Gitarristen das Worst-Case-Szenario: Es ist anstrengend, man benötigt viel Zeit zum Lernen und noch mehr, um die Passage flüssig spielen zu können.
Mit der Software Fretboard (deutsch: „Griffbrett“) lassen sich nicht nur Griffe nachschlagen, sondern auch Griffe auf dem Griffbrett setzen, um herauszufinden, wie sie heißen. Das unter der GPL-3 lizenzierte Flatpak wurde von dem Norweger Brage Fuglseth in Rust geschrieben und ist Teil der Gnome-Circle-Initiative.
Es erleichtert mir das Spielen sehr, wenn ich nach Alternativen für bestimmte Griffe suche. Für die Nicht-Gitarristen unter euch: Für viele Akkorde gibt es auf der Gitarre mehrere Griffvarianten, die musikalisch denselben Klang erfüllen. Man muss diese nur kennen.
Über das graue Eingabefeld kann der gewünschte Akkord gesucht werden. Ein „b“ kennzeichnet eine Erniedrigung um einen Halbton, ein „#“ eine Erhöhung um einen Halbton.
Zusätzlich zeigt die Software das enharmonische Äquivalent (rechtsseitig im Eingabefeld in kleinerer und grauer Schrift), also eine alternative Bezeichnung für denselben Ton, der identisch klingt.
Über das Griffbrett können Griffe eingestellt werden. Ist ein Griff bekannt, zeigt die Software dessen Namen im unteren grauen Eingabefeld an. Nicht zu vergessen sind die dabei über dem Griffbrett angegebenen Zeichen, ob eine Saite gespielt wird oder nicht. Über den Regler auf der rechten Seite des Griffbretts lässt sich der aktuell gespielte Bund einstellen.

