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GNU/Linux.ch

Newsflash - lesefreundlicher Artikel-Lieferant

Quelle: GNU/Linux.ch

Der Feed-Reader Newsflash bereitet Texte nicht nur hübsch auf, er bringt auch eine Reihe nützlicher Funktionen für Viel-Leser:innen mit. Es lohnt sich, die Anwendung genauer in Augenschein zu nehmen.

Die meisten Blogs, Foren und Nachrichtenseiten bieten einen Link an, mit dem man neue Beiträge bequem "abonnieren" kann. So muss nicht nachgesehen werden, ob eine interessante Website gerade mal wieder einen neuen Artikel bringt - alles landet automatisiert und gebündelt in einem Feed-Reader. Meist benutzt man eine entsprechende App auf den mobilen Geräten, um z. B. im Zug den Lesestoff ähnlich wie in einem E-Reader durchzublättern. Meist wird parallel eine Anwendung für das Notebook oder den Desktop-Rechner eingesetzt, so dass die Synchronisation zwischen den Geräten wichtig ist. Damit hat man auf jedem Gerät den gleichen Stand von gelesenen und neuen Artikeln. Unter Linux gefällt mir in diesem Bereich besonders gut Newsflash.

Die 3-Spalten-Teilung nutzen viele vergleichbare Anwendungen: Links Kategorien, in der Mitte eine Vorschau der neuen Artikel aus diesen Kategorien und rechts eine lesefreundliche Aufbereitung des Artikeltextes. Hier können auch eine Reihe von Anpassungen vorgenommen werden: Schriftgröße, Zeilenabstand usw. Einschalten würde ich "Select Text", damit später auch Abschnitte eines Artikels kopiert werden können.

Ein wichtiger Punkt für mich persönlich ist immer, ob der gesamte Artikeltext angezeigt wird. Viele Webangebote liefern absichtlich nur einen Teaser ihrer Artikel aus, damit die eigentliche Webseite besucht wird. Das ist auch wichtig für viele Angebote, die sich durch Werbung finanzieren müssen. Andererseits empfinde ich als Leser diese Unterbrechung störend. Newsflash ist in diesem Punkt flexibel: Man kann entweder je Artikel entscheiden, ob der vollständige Text geholt wird bzw. von Feed zu Feed eine entsprechende Vorab-Einstellung vornehmen.

Die Volltext-Anzeige geschieht spürbar flotter, als ich das von anderen Readern gewohnt bin. Eingebettete Medien-Dateien werden mit einem Player angezeigt. Nett: Man kann auch die Abspielgeschwindigkeit erhöhen:

Es gibt eine ganze Reihe von Einstellmöglichkeiten. Besonders nützlich sind die "Aufräum"-Aktionen, damit sich nicht ein großer Datenberg ansammelt. So kann z. B. Zeitraum für "Artikel behalten" eingestellt werden, damit ältere Artikel automatisch gelöscht werden.

Neben einer Favoriten-Markierung lassen sich auch farbige Tags vergeben:

Die Liste möglicher Sync-Dienste ist umfangreich, inzwischen kann auch Nextcloud-News abgerufen werden:

Da ich auf meinem Webspace FreshRSS installiert habe, nutze ich diesen Dienst. Klappt gut - und zwar in beide Richtungen. Wenn ich also in Newsflash eine neue Kategorie bilde oder einen neuen Feed aufnehme, so werden diese Infos auch an FreshRSS übertragen.

Und noch ...

Farbschemata, Teilen mit Mastodon & Co., Artikel-Export im HTML-Format, OPML Im- und Export, Feed-Empfehlungen für verschiedene Themenbereiche, Feed-Suche nach Stichwörtern ...

... Weitergabe interessanter Artikel an Dienste wie Mastodon ...

Nicht immer werden verfügbare Feed-Links auf einer Website erkennbar angezeigt. Newsflash entdeckt die Links aber auch, wenn man nur die Ausgangsdomain angibt:

Für Tastaturliebhaber: Für fast alles gibt es Shortcuts, die man nach Belieben ändern kann. Ideal für umfangreiche Artikellisten, da man so nicht ständig zur Maus greifen muss.

Eigentlich fehlen da nur Kleinigkeiten, z. B. dass nur 1 Sync-Konto angelegt werden kann. Oder die eingeschränkten Export-Möglichkeiten. Wobei ich im Falle, dass ich einen Artikel "dauerhaft" behalten möchte, kurz die eigentliche Webseite einblende und diese an Readeck übergebe, das mein Dauer-Archiv für "wertvolle" Infos ist. Newsflash gehört sicher zu den besonders empfehlenswerten News-Readern unter Linux.

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