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Steam Deck im freien Fall: Plötzlich will keiner die Konsole mehr haben

Quelle: winfuture.de

Valve hat die Preise für das Steam Deck deutlich angehoben. Seitdem sind die Absatzzahlen des Handheld-PCs massiv eingebrochen. Käufer orientieren sich offenbar um, da die Konkurrenz nun ein teils besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bietet.

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Verkäufe des Steam Deck brechen ein

Valves kürzlich durchgeführte Preiserhöhung beim Steam Deck, die zum Teil scharf kritisiert wurde, hat enorme Auswirkungen. Wie neue Zahlen nahelegen, verzeichnet das Unternehmen seit Mai 2026 einen enormen Rückgang bei den Verkaufszahlen seines Handheld-Computers. Das ehemals als absoluter Preis-Leistungs-Tipp geltende Gerät verliert dadurch einen großen Vorteil gegenüber der stetig wachsenden Konkurrenz.

Die Kosten für das Steam Deck zogen vor rund zwei Monaten über Nacht spürbar an. Das OLED-Modell mit 512 Gigabyte Speicherplatz kostet nun rund 779 Euro statt zuvor 569 Euro. Die Variante mit einem Terabyte stieg von 679 Euro auf satte 919 Euro. Valve begründete den Schritt mit gestiegenen Beschaffungskosten für Arbeitsspeicher und Speichermedien auf dem Weltmarkt.


Analyse zeigt starke Rückgänge

Wie Boiling Steam analysiert, rutschte das Gerät in den wöchentlichen Umsatzcharts von Steam seither dramatisch ab. War der Handheld in der Vergangenheit fast durchgehend auf einem der ersten fünf Plätze vertreten, fiel das System zwischenzeitlich weit zurück. Da die Listen nach Umsatz sortiert sind, lassen sich daraus klare Trends ableiten.

Den Schätzungen zufolge fielen die Verkäufe von durchschnittlich 11.000 bis 18.000 Einheiten pro Woche auf lediglich 1400 bis 3000 Stück. Das entspricht einem Rückgang zwischen 72 und 92 Prozent. Der wöchentliche Umsatz von Valve mit der Hardware schrumpfte dadurch schätzungsweise von ehemals bis zu 8,7 Millionen Euro auf maximal 2,1 Millionen Euro. Steam Deck: Verkaufsplatzierung auf SteamNach der Preiserhöhung Ende Mai 2026 stürzten die Verkäufe ab

Konkurrenz bietet mehr Leistung

Das Steam Deck erschien ursprünglich im Februar 2022 und machte PC-Gaming in einem tragbaren Formfaktor populär. Im Inneren arbeitet eine eigens angepasste APU von AMD mit dem Codenamen Aerith. Der Chip kombiniert die Zen-2-Architektur für den Prozessor mit RDNA-2-Grafik. Die Technik stößt bei aktuellen Titeln mittlerweile jedoch zunehmend an ihre Grenzen.

Als Betriebssystem kommt SteamOS zum Einsatz. Das System basiert auf der Arch Linux. Um Spiele für Windows problemlos ausführen zu können, nutzt Valve die Kompatibilitätsschicht Proton. Obwohl SteamOS weiterhin als großer Pluspunkt für die Nutzerfreundlichkeit gilt, rechtfertigt das für viele Käufer den stark gestiegenen Hardware-Preis offenbar nicht mehr.

Durch die neuen Preise rücken leistungsstärkere Alternativen womöglich in den Fokus von Käufern. Geräte wie der Asus ROG Ally oder der Lenovo Legion Go setzen direkt auf Windows 11 als Betriebssystem und bieten oft stärkere Prozessoren sowie höher auflösende Bildschirme. Viele Interessenten greifen daher momentan wohl lieber zu diesen Konkurrenzprodukten, anstatt den erhöhten Preis für das Steam Deck zu zahlen.

Noch kein Steam Deck 2

Auf einen direkten Nachfolger für das Steam Deck sollten Fans vorerst zudem nicht hoffen. Valve betonte in der Vergangenheit bereits mehrere Male, dass eine zweite Generation erst erscheint, wenn deutliche Leistungssprünge bei mobilen Chipsätzen möglich sind. Wer also nach einem Handheld sucht, um seine PC-Spiele zu spielen, für den lohnt sich momentan auch der Blick über Valves Hardwareangebot hinaus.

Besitzt ihr ein Steam Deck oder plant die Anschaffung? Wie bewertet ihr die aktuelle Preispolitik von Valve? Teilt eure Meinung dazu gerne unten in den Kommentaren mit der Community!

Zusammenfassung

  • Deutliche Preiserhöhung beim Steam Deck sorgt für Kritik
  • Der Handheld ist seit Mai 2026 spürbar teurer geworden
  • Wöchentliche Verkaufszahlen auf Steam brechen deutlich ein
  • Hardware stößt bei neueren Spielen an ihre Leistungsgrenzen
  • Konkurrenzgeräte wie von Asus und Lenovo werden attraktiver
  • Valve plant vorerst keine Veröffentlichung eines Steam Deck 2

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