Nach Jahren steigen die offiziellen Systemanforderungen für Minecraft spürbar an. Wer die Java Edition weiterhin flüssig spielen möchte, benötigt laut den Entwicklern künftig viermal mehr Arbeitsspeicher und eine halbwegs modernere Grafikkarte.

Microsoft
Minecrafts RAM-Hunger steigt
Erst vor einigen Monaten hatte ein Streamer nach 14 Jahren das "Ende" von Minecraft erreicht. Außerdem hatte Entwicklerstudio Mojang das Versions-System überarbeitet. Jetzt steigen außerdem zum ersten Mal seit einer Ewigkeit die offiziellen Systemanforderungen für die PC-Version des Pixel-Spiels. Wer den Sandbox-Titel in der klassischen Java Edition weiterhin mit flüssigen Bildraten erleben möchte, benötigt laut den Entwicklern ab sofort zeitgemäße Hardware. Das betrifft sowohl den Arbeitsspeicher als auch den Hauptprozessor.
In der Vergangenheit reichten noch zwei Gigabyte RAM und integrierte Grafiklösungen aus, um Klötzchenwelten zu erschaffen. Das 2009 von Markus Persson entwickelte Spiel ist über die Jahre durch kontinuierliche Updates jedoch enorm gewachsen. Die alten Angaben spiegeln die heutige Realität nicht mehr wider. Zudem ist ein technischer Wechsel von der Programmierschnittstelle OpenGL hin zu Vulkan in Planung.
Neue PC-Spezifikationen
Wie Mojang in einem Blogbeitrag berichtet, soll die Anpassung eine klarere Orientierungshilfe für Spieler schaffen. Für die minimalen Einstellungen bei einer Auflösung von 1080p und 30 Bildern pro Sekunde werden nun acht Gigabyte Arbeitsspeicher vorausgesetzt. Das ist das Vierfache des vorherigen Minimums. Außerdem benötigen Spieler jetzt einen Vierkern-Prozessor. Obendrein ist eine Grafikkarte mit mindestens zwei Gigabyte Videospeicher zwingend erforderlich.
Wer das Spiel mit 60 Bildern pro Sekunde und hohen Details genießen will, muss laut den neuen Richtlinien 16 Gigabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung haben. Bisher waren es vier Gigabyte. Als Prozessor werden Modelle wie der Intel Core i5 12400 oder der AMD Ryzen 5 5600 genannt. Bei der Grafikkarte fällt die Wahl auf Modelle der Leistungsklasse einer Nvidia GeForce RTX 2060.
Die alten Systemanforderungen...
...und die neuen
Auswirkungen auf alte Systeme
Das Anheben der Spezifikationen bringt für die Nutzer verschiedene Folgen mit sich. Ein Vorteil ist, dass die Entwickler nicht länger durch veraltete Technik ausgebremst werden und moderne Funktionen integrieren können. Nutzer mit alten Computern müssen jedoch gegebenenfalls Hardware aufrüsten, was bei aktuellen Speicherpreisen teuer werden kann. Schwache Systeme können als Alternative auf die ressourcenschonendere Bedrock Edition ausweichen, verzichten dort aber auf bestimmte Modifikationen.
Der Titel lässt sich auf Geräten, die unterhalb der neuen Mindestanforderungen liegen, vorerst natürlich weiterhin starten. Die Leistung und visuelle Qualität werden auf solchen Rechnern jedoch nicht mehr garantiert. Langfristig besteht die Gefahr, dass das Spiel auf stark veralteter Hardware den Dienst komplett verweigert.
Das Block-Abenteuer basierte ursprünglich vollständig auf Java-Code, was historisch zu einer starken Auslastung des Arbeitsspeichers führte. Im Gegensatz zu modernen Engines müssen bei der Generierung der Welten kontinuierlich viele Daten im Hintergrund geladen werden. Wer gezwungen ist, seinen Computer aufzurüsten, muss dennoch nicht zwingend in hochpreisige Komponenten investieren.
Im Vergleich zu aktuellen Blockbuster-Titeln bleibt Minecraft relativ genügsam. Ein gebrauchter PC, der die neuen Anforderungen erfüllt, ist auf dem Markt bereits für wenige hundert Euro erhältlich.
Müsst ihr euren PC für die neuen Anforderungen tatsächlich aufrüsten oder reicht eure Hardware locker aus? Teilt eure Gedanken zu den neuen Mindestanforderungen gerne mit uns in den Kommentaren!
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Zusammenfassung
- Minecraft erhöht erstmals seit Jahren die Hardware-Mindestanforderungen
- Für minimale Einstellungen werden nun acht Gigabyte RAM vorausgesetzt
- Für flüssige 60 Bilder pro Sekunde werden ab sofort 16 GB RAM benötigt
- Grund für die höheren Anforderungen sind die vielen Inhalts-Updates
- Alternativ können Spieler auf die Bedrock Edition des Spiels ausweichen
- Zudem plant das Entwicklerstudio den Wechsel von OpenGL hin zu Vulkan
Siehe auch:
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- Minecrafter bauen New York 1:1 nach - Der Fortschritt nach 6 Jahren
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