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Famicombox: Seltene Nintendo-Konsole in einem Love-Hotel entdeckt

Quelle: winfuture.de

In einem japanischen Stundenhotel wurde eine Famicombox aus dem Jahr 1986 entdeckt. Die kommerzielle Version der Nintendo-Konsole ist fast vollständig funktionstüchtig und lässt alte Mythen über den Hersteller neu aufleben.

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Seltener Konsolen-Fund in Japan

Der Videospielhistoriker Orochi hat in einem japanischen "Love-Hotel" eine im Wesentlichen vollständig funktionierende Famicombox entdeckt. Das Gerät aus dem Jahr 1986 steht den Gästen der Einrichtung noch heute zur Verfügung. Bei der Konsole handelt es sich um eine kommerzielle Version des Nintendo Entertainment System (NES), die der Hersteller für den Einsatz in Hotels entwickelt hatte. Das schwarze Gehäuse unterscheidet sich optisch stark von der Heimkonsole.

Die Hardware ist in fast allen Zimmern des Etablissements fest installiert. Laut dem Entdecker lassen sich die integrierten Retro-Spiele nach wie vor problemlos ausführen. Die verbauten Controller sind direkt mit der Haupteinheit verbunden. Eine technische Einschränkung gibt es bei dem Fund jedoch. Das Zubehör in Form der Lichtpistole funktioniert nicht mehr. Das liegt an den verbauten LCD-Fernsehern, welche die alte Technik des Zappers nicht unterstützen.

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Wie Automaton schreibt, weckt der Fund Erinnerungen an eine alte Legende aus der Videospielbranche. Seit Jahrzehnten hält sich das Gerücht, Nintendo habe in den 1960ern selbst Love-Hotels betrieben. Solche Einrichtungen bieten Zimmer zur stundenweisen Miete an und dienen in erster Linie - wie man dem Namen unschwer entnehmen kann - der intimen Zweisamkeit. Die Automaten sollten den Besuchern eine zusätzliche Unterhaltungsmöglichkeit bieten.


Alte Mythen um Nintendo

Der Ursprung der Erzählung geht auf das 1993 erschienene Buch Game Over von David Sheff zurück. Darin beschreibt der Autor, der damalige Firmenpräsident Hiroshi Yamauchi habe aus persönlicher Leidenschaft in das Geschäft mit den Stundenhotels investiert. Nintendo versuchte vor dem großen Erfolg mit Videospielen verschiedene Geschäftsmodelle. Zu den Unternehmungen gehörten ein Taxiunternehmen und der Verkauf von Reis. Echte Beweise für die Behauptung über solche Hotels fehlen bis heute allerdings vollständig.

Orochi und andere Historiker haben die Finanzberichte des Unternehmens seit dem Börsengang im Jahr 1962 ausführlich geprüft. Sie suchten nach Belegen für Investitionen in das entsprechende Gewerbe. Dabei fanden sie keinerlei Hinweise auf den Betrieb solcher Unterkünfte durch den Videospielhersteller. Die Präsenz der Famicombox in den Etablissements ist der einzige real existierende Berührungspunkt zwischen dem Unternehmen und dieser Branche.

Technik mit kleinen Schwächen

Das kommerzielle System bot im Inneren Platz für bis zu 15 Spielmodule, die der Nutzer über ein Menü auf dem Bildschirm auswählen konnte. Münzeinwürfe regulierten in der Regel die Spielzeit. Zu den Nachteilen der massiven Hardware gehörten gelegentliche Software-Fehler, wenn sich die eingesteckten Module auf der Platine gegenseitig störten. Dennoch stellt das Gerät ein wichtiges Stück Technikgeschichte dar, das in der Öffentlichkeit nur noch selten anzutreffen ist.

Was meint ihr zu dem ungewöhnlichen Fund der Konsole? Habt ihr selbst schon einmal einen seltenen Automaten entdeckt? Teilt eure Gedanken in den Kommentaren mit uns.

Was ist die Famicombox?

Die Famicombox ist eine spezielle, kommerzielle Version des Nintendo Entertainment Systems (NES), die 1986 exklusiv für den Einsatz in japanischen Hotels und Unterkünften entwickelt wurde.

Im Gegensatz zu Heimkonsolen war sie als Pay-to-Play-System konzipiert. Gäste konnten die Spielzeit über Schlüssel, Münzeinwurf oder einen Aufpreis auf die Zimmerrechnung aktivieren.

Wie funktioniert die Hardware?

Das massive Gerät verfügt über insgesamt 16 Modulschächte. Ein Schacht ist für die Menü-Software reserviert, während die restlichen 15 Plätze mit Spielen bestückt werden können, die der Nutzer über ein Menü auswählt.

Interessant für Hardware-Kenner: Obwohl das System in Japan stand, nutzte es Steckmodule, die dem Design des westlichen NES ähnelten, und nicht die typischen japanischen Famicom-Kassetten.

Sind die Spiele noch spielbar?

Ja, laut dem Finder und Archivar Orochi befinden sich die Konsolen in einem erstaunlich guten Zustand. In fast jedem Zimmer des besagten Hotels funktionierten die Geräte und die Spiele einwandfrei.

Für IT-Profis zeigt dies die enorme Langlebigkeit der damaligen Solid-State-Technik. Ohne bewegliche Teile in den Speichermedien überdauert die Hardware selbst Jahrzehnte im Dauerbetrieb.

Warum streikt die Lightgun?

Das einzige Zubehörteil, das bei dem Fund nicht funktionierte, war die beiliegende Lightgun (der sogenannte Zapper). Der Grund hierfür liegt jedoch nicht an einem Defekt der alten Nintendo-Hardware.

Das Hotel hat die Röhrenfernseher durch moderne LCD-Bildschirme ersetzt. Die alte Zapper-Technologie verlässt sich auf das exakte Timing des Elektronenstrahls von Röhrenmonitoren und ist mit LCDs technisch inkompatibel.

Warum ist der Fund so wichtig?

Da die Famicombox nie für Privatkunden gedacht war, sind funktionierende Exemplare heute extrem selten. Sie stellen ein wichtiges Stück Videospiel- und Hardware-Geschichte dar.

Der Archivar betont, dass es sich um ein Stück japanischer Subkultur handelt, das geschützt werden müsse. Solche Funde helfen dabei, die kommerzielle Nutzung früher IT- und Gaming-Systeme zu dokumentieren.

Wo genau steht die Konsole?

Die Geräte wurden in einem namentlich nicht genannten japanischen "Love-Hotel" gefunden - Einrichtungen, die primär für stundenweise Aufenthalte gebucht werden.

Der genaue Standort wird bewusst geheim gehalten. So soll verhindert werden, dass Sammler die seltenen Geräte plündern oder das Hotel von Touristen überrannt wird. Die Konsolen sollen in ihrem natürlichen Umfeld bleiben.

Gehörten Nintendo Love-Hotels?

Es gibt seit den 1960er Jahren hartnäckige Gerüchte, dass Nintendo vor seinem Durchbruch als Videospielgigant selbst Love-Hotels betrieben haben soll.

Historiker haben dies jedoch untersucht. Laut offiziellen Wertpapierberichten seit 1962 gibt es keinerlei Beweise für diese Theorie. Es heißt, dass die bloße Präsenz der Famicomboxen in solchen Hotels diesen Mythos befeuert haben könnte.

Zusammenfassung

  • Ein Historiker hat eine seltene Nintendo Famicombox in Japan entdeckt
  • Das seltene Hotel-NES aus dem Jahr 1986 funktioniert fast einwandfrei
  • Nur die Lichtpistole streikt wegen moderner LCD-Fernseher im Hotel
  • Der Fund weckt alte Gerüchte über Nintendos angebliche Stundenhotels
  • Historiker fanden keinerlei Belege für eigene Nintendo-Stundenhotels
  • Das System erlaubt das Abspielen von bis zu 15 Spielen über ein Menü

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